Blog: Ministrantenarbeit

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„Es werden unvergessliche Tage“ 28.07.2010 von Stephan Schnelle

Eintausend Ministranten auf dem Weg nach Rom

Jody Antony freut sich auf die Internationale MinistrantenwallfahrtLIMBURG. Insgesamt 1.000 Messdienerinnen und Messdiener aus dem Bistum Limburg machen sich auf den Weg zur Internationalen Ministrantenwallfahrt vom 1. bis 8. August in Rom. Ein Sonderzug der Bahn bringt die Jugendlichen am Sonntag, 1. August, in die Ewige Stadt. Kurz vor der Abreise sprach die Redaktion mit Jody Antony, dem Referenten für Ministrantenarbeit im Bischöflichen Ordinariat und Hauptkoordinator der Wallfahrt in der Diözese.

Redaktion: Wenn sich 1.000 Mädchen und Jungen gemeinsam auf den Weg machen gibt es viel zu planen und zu organisieren. Wo lagen die Herausforderungen bei der Vorbereitung?

Jody Antony: Vor mehr als einem Jahr haben wir mit den Vorbereitungen begonnen, denn bei so einer Fahrt müssen viele Faktoren beachtet werden: In den letzten sechs Monaten nahmen die Pläne konkrete Formen an und es wurde auch klarer, welche Schwierigkeiten wir bewältigen müssen: Immerhin mussten 1.000 Mädchen und Jungen auf zwölf Hotels mit einer festgelegten Bettenzahl aufgeteilt werden – wohlgemerkt wollten wir dabei die Gruppen aus den jeweiligen Pastoralen Räumen zusammen unterbringen.

Redaktion: Waren Sie selbst schon mal bei einem so großen Messdienertreffen dabei? Wenn ja, welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?

Antony: Bis jetzt war ich zweimal bei der Internationalen Ministrantenwallfahrt in Rom dabei: 2001 als ehrenamtlicher Helfer und als hauptamtlicher Begleiter im Jahr 2006. Beide Wallfahrten haben mich begeistert. Vor vier Jahren nahmen 650 Ministranten aus dem Bistum Limburg teil. Am Anfang war die Stimmung in meiner Gruppe etwas getrübt, denn wir waren in einem Studentenwohnheim untergebracht, was uns zu Beginn als die schlechteste Wahl erschien. Wie sich danach herausstellte, war das ein Irrtum, denn wir hatten dort vielmehr Freiheiten als andere Gruppen, die in einem 4-Sterne-Hotel geschlafen haben. In dieser Zeit entstanden Freundschaften, die bis heute Bestand haben.

Redaktion: Worauf freuen Sie sich bei der diesjährigen Wallfahrt am meisten?

Antony: Ich freue mich auf die Begegnung mit jungen Menschen und die Gemeinschaft, die wir als Limburger Gruppe erfahren werden. Uns erwartet ein interessantes Programm, gemeinsame Gottesdienste und die jungen Leute werden die Gelegenheit haben, unseren Bischof persönlich kennen zu lernen. Toll finde ich, dass wir es geschafft haben, zwei Restaurants ausfindig zu machen, in denen 1.000 Personen essen können.

Redaktion: Was wird die Gruppe in Rom erwarten?

Antony: In Rom treffen die Mädchen und Jungen auf Ministrantinnen und Ministranten aus aller Welt. Sie werden erleben, dass sie zu einer internationalen Gemeinschaft gehören. Die jungen Wallfahrer werden dem Papst begegnen, Rom kennen lernen und die besondere Atmosphäre weltkirchlicher Gottesdienste erleben.

Redaktion: Welche persönlichen Erwartungen haben sie an die Reise?

Antony: Ich hoffe, dass die Wallfahrt für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis wird und sich unsere Vorbereitungen bewähren. Persönlich möchte ich mit Vielen ins Gespräch kommen. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass die Ministrantinnen und Ministranten ihre Erfahrungen und Eindrücke mit ins Bistum Limburg nehmen und Freunde und Bekannte für den Dienst als MInistranten begeistern.

Redaktion: Wann werden Sie durchatmen?

Antony: Das erste Mal wenn alle im Zug sitzen – daran besteht kein Zweifel. Das nächste Mal werde ich mich entspannen, wenn alle nach der 17-stündigen Fahrt ihr Quartier bezogen haben und mit der Unterbringung hoffentlich zufrieden sind. Beruhigt zurücklehnen werde ich mich, wenn die Teilnehmer nach erlebnisreichen Tagen in Rom wieder gesund bei ihren Familien ankommen. Dann heißt es für mich: Büro aufräumen, Urlaub machen und dann an die nächsten Planungen gehen!

(StS)